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Aktuelles Thema - 01/2002

Die "Börsenformel"

Oder die Psychologie beim Aktienkauf

Laut einer aktuellen Studie aus den USA können 82 % aller großen Bewegungen im amerikanischen Aktienindex Standard & Poor's ökonomisch nicht erklärt werden.

Eine ähnliche Entdeckung machte auch André Kostolany. "Kurz- und mittelfristig macht die Psychologie an der Börse und in der Wirtschaft 90 % aus", schrieb der Börsen-Guru.

Die nachfolgende "Börsenformel" beinhaltet die Psychologie der Börsen und die spezielle Psychologie einer einzelnen Aktie gleichermaßen. Sie gibt als Ergebnis das Kurspotential eines Wertpapiers an. Genauer gesagt ein mögliches Ansteigen bzw. Fallen des Kurses.

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Die "Börsenformel"

Psychologie des Marktes + Psychologie des Wertpapiers = Kurspotential des Wertpapiers


Boersenformel
Nebenstehendes Beispiel zeigt, dass selbst ein positiv
bewertetes Wertpapier (grüner Balken) sich nicht einem
stark negativ eingestellten Markt (roter Balken)
widersetzen kann.

Das Kurspotential des Wertpapiers (schwarzer
Balken) ist leicht negativ.

Die beiden Stimmungsfaktoren (Markt- und
Wertpapierpsychologie) sind das Produkt einer großen
Zahl untergeordneter Faktoren.

Marktpsychologische Faktoren:

Die allgemeine Stimmung an der Börse ist sehr wichtig. Entschließt sich ein Börsenprofi morgens nach reiflicher Überlegung seine Wertpapiere zu verkaufen, so wird er seinen Plan ändern, sobald bei Börsenstart eine sehr optimistische Stimmung herrscht.

Stimmungs-Indikatoren, (z.B. » Bull/Bear Index) erlauben eine genauere Quantifizierung der optimistisch, pessimistisch und neutral eingestellten Börsianer. Je mehr Optimisten (Bulls) es gibt, desto weniger potentielle Käufer und desto mehr potentielle Verkäufer sind vorhanden (überkaufter Markt). Eine andere Methode zur Erfassung der Börsenstimmung ist die Auswertung der jeweils positiv und negativ gestimmten Börsenbriefe oder des Umsatz-Verhältnisses von Put- zu Call-Option, das sog. » Put/Call-Ratio.

Die Charttechnik funktioniert nur, weil viele daran glauben. Dennoch wird die Stimmung der Börsenteilnehmer immer mehr beeinflusst. Je mehr die Geschäfte am Computerbildschirm abgewickelt werden, desto wichtiger werden Grafiken, die Optimismus oder Pessimismus wecken.

Medien machen Meinung. Dazu gehören Printmedien, Fernsehen und Internet. Die vorherrschende Meinung ist ein wichtiger Indikator für einzelne Wertpapiere und für den gesamten Markt. In Newsgroups wird gepuscht und gebasht. Gerüchte sind das Salz in der Suppe der Börse. Aussichten auf steigende Gewinne, Fusionen o.ä. sorgen für die nötige Phantasie und bewegen den Anleger zum Kauf.

Die Börse hasst die Unsicherheit. Kriege und herannahende Wirtschaftskrisen verursachten in der Vergangenheit große Kurseinbrüche.


Wertpapierpsychologische Faktoren:

Steigende Kurse üben eine unwiderstehliche Anziehung aus. Die Anleger versuchen oft ohne Überlegung noch schnell auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

Anleger verhalten sich oft wie im Supermarkt. Sie suchen an den Wühltischen nach den billigsten Aktien. Vor allem bei Neuemissionen und Splits glauben Anleger die Aktien seien unterbewertet.

Modethemen und » Börsentrends wirken sich positiv auf die Psychologie eines Wertpapiers aus, besonders wenn sie schlüssig und allgemein verständlich sind. Dazu gehören:

  • Biotechnologie mit ihrer Zukunftsphantasie.
  • Logistikfirmen, die am steigenden Warenverkehr durch E-Comerce verdienen.
  • Alternative Energien wie Brennstoffzellen, Solartechnik und Windkraft haben ein enormes Potential.
  • Kommunikations- und Informationstechnologie bieten immer noch viele Möglichkeiten.
  • Die alternde Bevölkerung, die im Laufe ihres Lebens immer mehr Geld anspart
    (und sich damit zu einer kaufkräftigen Zielgruppe entwickelt).

Der Einstandspreis bei dem die Masse der Marktteilnehmer in eine Aktie investiert hat, ist ein wichtiges psychologisches Merkmal. Wird der Einstandspreis nach wiederholten Kursschwankungen wieder erreicht, stellen viele Markteilnehmer ihr Engagement wieder glatt.

Fazit:

Lediglich mit der langfristigen Strategie des legendären Börsenfachmanns Kostolany, der die Theorie vertrat: "Qualitätsaktien kaufen, dann liegen lassen und die Kursentwicklung nicht weiter beachten", ist man gegen die psychologischen Einflüsse weitgehend abgesichert.



» Bull/Bear Index:
Der Bull/Bear Index spiegelt das Verhältnis von Optimisten (Bulls) zu Pessimisten (Bears) unter Berücksichtigung der neutralen Stimmen wider. Zur Auswertung, wird der Prozentsatz der Pessi-
misten von dem der Optimisten abgezogen. Erfahrungsgemäß gelten Werte über 40% als Ver-
kaufssignale (überkaufter Markt). Werte unter minus 20% zeigen hingegen Kaufkurse an.

»Beispiel Bull/Bear Index Chart

» Put/Call Ratio:
Verhältnis der Verkaufsoptionen (Put) zu den Kaufoptionen (Call). Ein Put/Call Ratio kann als Indikator für Marktentwicklungen herangezogen werden. Ein hohes bzw. steigendes Put/Call Ratio deutet auf eine negative Marktein-
schätzung, d.h. sinkende Kurse. Ein niedriges bzw. sinkendes Put/Call Ratio deutet auf steigende Kurse.

»Beispiel Put/Call Ratio



» Börsentrends:
Börsentrends folgen oft einem stets gleichen Muster:

Nach Start/Entwicklung (Phase 1) wird der Trend von der Öffentlich-
keit wahrgenommen (Phase 2), beginnt sich zu manifestieren (Phase 3), verliert schließlich an Dynamik (Phase 4), um sich letztlich zu etablieren oder zu verschwinden (Phase 5).

» Die Trendphasen im Überblick
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